Wer einen von Gier nicht durchtränkten Geist hat, ein von Hass nicht getroffenes Herz, wer Verdienst wie Übel aufgegeben hat und wach ist – für den gibt es keine Furcht.
Wer diesen Leib als einem Krug gleich erkannt und diesen Geist wie eine Festung befestigt hat, der kämpfe gegen Māra mit der Waffe der Weisheit, bewahre das Errungene und verweile nicht untätig.
Die von Begierde Überwältigten, an Gelübde und Riten Gebundenen, die hundert Jahre lang rauhe Askese üben – ihr Geist ist nicht wohl befreit; niedrig von Wesen, gelangen sie nicht ans andere Ufer.
Den Geist zu zähmen, der schwer zu bändigen, flatterhaft ist und dahin fällt, wohin ihn die Lust zieht, ist gut; denn ein gezähmter Geist bringt Glück.
Ein Mönch, der meditiert, dessen Geist befreit ist, der Entstehen und Vergehen der Welt erkannt hat, guten Herzens, nicht auf Befleckungen gestützt – mit diesem Lohn darf er die Reinheit des Herzens erwarten.
Wer mit unverzagtem Geist und unerschrockenem Herzen heilsame Zustände entfaltet, um die Sicherheit vor dem Joch zu erlangen, der mag allmählich die Vernichtung aller Fesseln erreichen.
Der Weise soll den Geist behüten, der so schwer zu erkennen, so fein ist und dahin fällt, wohin ihn die Lust zieht; denn ein behüteter Geist bringt Glück.